TOYOTA Celica

Model-Code

    Heckantrieb:
  • TA22 1600 ST, 5-Gang, 2T-B Motor (Tank unter Kofferraumboden)
  • TA22 1600 ST, 5-Gang, 2T-B Motor (Tank unter Rücksitz)
  • TA22 1600 GT, 5-Gang, 2T-G Motor

  • TA23 1600 ST Hardtop, 5-Gang, 2T-B Motor
  • TA28 1600 ST Liftback, 5-Gang, 2T-B Motor
  • RA28 2000 GT Liftback, 5-Gang, 18R-G Motor („Mini-Mustang“)

  • TA40 1600 ST Coupé und Liftback, 5-Gang, 2T-B Motor
  • TA40 1600 GT Coupé, 5-Gang, 2T-G Motor
  • RA40 2000 ST Liftback, 5-Gang, 18R Motor
  • RA40 2000 XT Coupé, 5-Gang oder 3-St-Autom, 18R Motor
  • RA40 2000 GT Liftback, 5-Gang, 18R-G Motor

  • TA60 1600 ST Coupé und Liftback, 5-Gang, 2T-B Motor
  • RA61 2000 ST Liftback, 3-türig, 4-St-Automat, 21R Motor

  • RA63 2000 GT Liftback, 3-türig, 5-Gang, 18R-G Motor
  • RA61 2000 ST Liftback und Coupé, 5-Gang, 21R-C Motor, AGV82

    Frontantrieb / permanenter Allrad:
  • ST162 2.0 GTi Liftback, 5-Gang, 3S-GE Motor, Kat.
  • ST162 2.0 GT-i Cabriolet, 5-Gang, 3S-GE Motor, Kat.
  • ST165 Turbo 4WD, 3-türig, 5-Gang, 3S-GTE Motor, Kat.

  • ST182 2.0 GTi Liftback, 3-türig, 5-Gang, 3S-GE Motor Kat.
  • ST185 Turbo 4WD, 3-türig, 5-Gang, 3S-GTE Motor, Kat.

Die ersten Celica’s mit Heckantrieb basieren noch auf dem Carina (siehe Model-Codes mit „A“), während die späteren Frontantriebsmodelle das Kürzel „T“ der nicht mehr gebauten Corona-Baureihe erhielten.

Die Celica’s waren typische Vertreter der in den USA „Pony-Car“ genannten Autos. In diese Klasse gehörten auch der Ford Capri, der Opel Manta u.s.w. Als ersten Vertreter dieser Klasse fungierte der Ford Mustang in den USA, dessen Erscheinen den Marketingstrategen von Ford zu verdanken war. Reine Sportwagen wurden in kleinen Serien gefertigt und waren beim Kauf und dem Unterhalt kostspielig. Sie verlangten dem Besitzer eine „masochistische“ Einstellung ab und eigneten sich kaum für den täglichen Einsatz. Kostengünstige viertürige Limousinen konnten hingegen das junge Publikum wenig begeistern.

So entwickelte sich die Idee ein sportwagenähnliches 2-türige Coupés mit normaler Grossserientechnik anzubieten. Der Ford Mustang schlug auf dem US-Markt ein wie eine Bombe. Dies war sowohl Ford Deutschland, als auch allen anderen Grossserienherstellern, nicht entgangen.

In den USA wollten die Kunden nun aber auch beim Mustang sportwagenähnliche Fahrleistungen und Ford USA musste wohl oder übel die bisherigen eher zahmen 6-Zylinder Graugussmotoren durch grossvolumige V8 Aggregate ergänzen.

In Europa wären solche „Schlachtschiffe“ kaum zu verkaufen gewesen und so wurden kleinere Mustangs, die „Mini-Mustangs“ oder die „Pony-Cars“ entwickelt.

Der Umstand, dass auch diese Kundengruppe gegenüber dem „Brot und Butter“ Basismodell (bei TOYOTA der Carina) lieber etwas mehr Leistung wünschte, führte dazu, dass man in der Schweiz die im Ausland als „LT“-Modelle verkauften Celica‘s gar nicht importierte. Der TA22 erschien gleich mit dem 86 PS starken 2T-B Motor mit zwei Registervergasern. Als dann noch eine GT-Variante mit dem Doppelnockenwellen-Zylinderkopf von Yamaha und zwei Solex-Doppelvergasern lieferbar war, nahm man dieses Modell sofort in die Verkaufslisten auf.

Damit bot der Celica, im Gegensatz zu seine europäischen Mitbewerbern, zu einem sehr konkurrenzfähigen Preis deutlich mehr Leistung, eine gute Ausstattung, ein sportliches Armaturenbrett mit Rundinstrumenten, Drehzahlmesser und einem serienmässigen 5-Ganggetriebe an.

Anfangs der 1970er Jahre waren rund 2/3 der verkauften Toyota’s in der Schweiz Celica’s. Damit hing aber der Erfolg Toyota’s weitgehend von diesem Modell ab und als die erste Benzinkrise kam, gingen die Verkaufszahlen rapide zurück. Denn die verkauften Celica’s liefen problemlos und die zufriedenen Käufer hatten keinen Grund, Ihren Wagen schon zu ersetzen.

Immerhin, die Nachfolgergeneration brachte auch den RA28 (Mini-Mustang) mit seiner Fliessheckkarosserie und dem 2-Liter GT-Motor, die wiederum ein grosser Erfolg wurde und sich auch in Sammlerkreisen grosser Beliebtheit erfreut.

Die Einführung auf Frontantriebs bedingte ein komplette Neukonstruktion der Celica-Baureihe. Wie bei den normalen Personenwagen schon länger eingeführt, fand nun ein quer eingebautes Aggregat, basierend auf der „S“-Motorenfamilie, Eingang in die Produktion. Die höheren Leistungen, vor allem mit dem neu auch mit Turboaufladung lieferbaren Motor und der Einstieg in den Rallysport, bedingten den Einbau eines permanenten Allradantriebs um Traktionsprobleme beim Anfahren zu vermeiden.

Die Allradantriebsvariante mit Turbo war dann auch bei den folgenden Generationen, sowohl als ST165, als ST185 und später noch als ST205 lieferbar. Erst bei den letzten 1.8 Liter Versionen fiel diese wieder weg.

Der Celica scharrte bis zuletzt eine grosse Fanfamilie um sich und es gibt mehrere auf dieses Modell spezialisierte Clubs in der Schweiz. Inzwischen hat das Werk im Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit Subaru, einen Nachfolger unter der Bezeichnung GT86 („86“ in Anlehnung an die beliebten Corolla AE86 TwinCam16) lanciert. Dieser greift auf das, vom Sports800 her bekannte, Konzept mit einem Boxer-Motor und Heckantrieb zurück.

Für Sammler sind die ersten Generationen des Celica‘s mit Heckantrieb interessant. Dem Charakter dieser Fahrzeugkategorie entsprechend, haben schon viele der Erstkäufer Ihren Wagen individualisiert, d.h. mit Alufelgen, Spoilern und den hohen Rückspiegeln der japanischen Version u.s.w. nachgerüstet.
Wenn solche Modifikationen zeitgenössisch sind, sollten sie einer Zulassung als „Veteranenfahrzeug“ nicht hinderlich sein. Im Zweifelfalle oder bei Beanstandungen wenden Sie sich bitte an uns.

Eine spezielle Herausforderung dürfte es sein, einen der ersten Celica’s im Originalzustand zu finden oder wieder in diesen zurückzubauen.

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